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Bolivienkleidersammlung 2019

Boliviensammlung in der Pfarrei St. Franziskus

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Redaktionsschluss Pfarrbrief

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Jakobusabende 2019

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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Schwestern und Brüder,

Dechant Clemens Grünebach

Sie finden hier eine Darstellung des Tabernakels in der Kapelle des Altenzentrums St. Klara in Hermeskeil. Vielleicht wundern Sie sich, wieso diese Darstellung auf einem Tabernakel zu finden ist. Dieser Brauch hat eine lange Tradition. In berühmten Tierdeutebuch der Antike und des Mittelalters “Physiologus” wird ein erster Bezug gesehen.
Der Pelikan, der als Zugvogel im Heiligen Land vorkommt, versorgt seinen Nachwuchs mit Nahrung, indem er von ihm gefangene Fische aus einer an seiner Kehle befindlichen Art Tasche herauswürgt. Dabei stemmt er seinen Schnabel
gegen seine Brust. Aus diesem Verhalten wurde im „Physiologus“, einer weit verbreiteten Sammlung von Naturallegoresen, die Legende abgeleitet, der Pelikan durchstoße sich mit dem Schnabel die Brust um seine Jungen mit seinem eigenen Blut zu ernähren. In Verbindung mit den beiden Bibelstellen Jes 1, 2 („Ich habe Söhne großgezogen und emporgebracht“) sowie Joh 19, 34 („Einer der Soldaten stieß in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus“) wurde die Legende vom Pelikan schließlich auf Christus gedeutet: Das Opfer Christi wurde durch die vermeintliche Selbstaufopferung des Vogels interpretiert.
Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein; wasch in deinem Blute mich von Sünden rein. Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld, bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld“, heißt es in der deutschen Übersetzung des bekannten eucharistischen Hymnus „Adoro te devote“ von Thomas von Aquin („Gottheit tief verborgen“).
In der christlichen Kunst wurde der Pelikan schon früh zum Symbol von Tod und Auferstehung, während er im Mittelalter verstärkt als eucharistisches Sinnbild verstanden wurde, weshalb er häufig Altäre und Tabernakel zierte.

Eine Version der Pelikanlegende die besagt, dass er seine Jungen selbst tötet und sie nach drei Tagen wieder durch  sein Blut zu neuem  Leben erweckt, wurde auf Gott Vater gedeutet, der seinen Sohn in den Tod gegeben hat und ihn zu neuem Leben auferweckte; auf ähnliche Weise konnte die Geschichte ebenso allegorisch auf den Tod des Sünders und die Teilhabe an der Auferstehung durch die Erlösung in Christus gedeutet werden. Vincenzo Caraffa, einer der frühen Jesuitengenerale, verfasste eine Meditation, in der er die Bedeutung Christi für uns mit Worten umschreibt, die auch heute noch Gültigkeit für sich beanspruchen können: „Pelikan der Liebe, er verwundet sich selbst um uns zu heilen, er nimmt den Tod auf sich um uns das Leben zu schenken.“
Liebe Leserinnen und Leser, ich lade Sie herzlich ein dies in der zweiten Hälfte der Fastenzeit und dann in der Feier der Karwoche,  zu bedenken und dies in den Gottesdiensten zu begehen. Besonders möchte ich Ihnen die Mitfeier der Gottesdienste in der Karwoche in St. Martinus, Hermeskeil ans Herz legen. Hier feiern wir, was uns das Bild des Pelikans symbolisch zeigenwill.
In diesem Sinne wünsche ich ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Fastenzeit und frohe und segensreiche Ostern.

 

Ihr Pastor Clemens Grünebach