Aktuelle Nachrichten

(Kommentare: 0)

Pfingst-Gottesdienste

Der Pfingstgottesdienst in Gusenburg findet vor der Kirche statt! 

Weiterlesen …

5. Tag Pfingstnovene

Frieden als Grundhaltung

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

SOS Bolivien

SOS Bolivien – 2.000 Kinder und Jugendliche hoffen auf Ihre Hilfe

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Drucker - Aktion !!

Jugend im Bistum Trier unterstützt Euch...

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Familientelefon

Telefonische Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Erziehungspersonen

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Kirche in Züsch

Kirche in Züsch vom 25. - 29. Mai 2020 geschlossen, auch der Friedhof darf in dieser Zeit nicht betreten werden.

Weiterlesen …

4. Tag Pfingsnovene

Hass und Lüge etwas entgegensetzen

Weiterlesen …

3. Tag Pfingstnovene

Frieden beginnt im Kleinen

Weiterlesen …

(Kommentare: 0)

Social Distancing ist nicht soziale Distanz

Warum wir mehr räumlichen Abstand und mehr soziale Nähe brauchen

Weiterlesen …

Termine

< Mai 2020 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Besucher Statistik

Besucherzähler
Online:
23
Besucher heute:
55
Besucher gesamt:
687.377
Zugriffe heute:
74
Zugriffe gesamt:
1.765.489
Besucher pro Tag: Ø
224
Zählung seit:
 01.01.2012

Was war los in St. Franziskus?

12.05.2020 von Rüdiger Glaub-Engelskirchen

„Jesus Christus ist die Grundlage und der Maßstab jedes kirchlichen Handelns. Die Weltkirche als Ganzes gesehen und jede einzelne Pfarrgemeinde lebt von dem Auftrag, das, was Jesus vorgelebt und gewirkt hat, fortzuführen und in die heutige Zeit umzusetzen. Von den Worten, den Taten und dem Wirken des Herrn werden theologisch vier Grunddienste, die zum Fundament jeder christlichen Pfarrgemeinde gehören, abgeleitet.“

 

. Verkündigung (Martyria)

. Liturgie (Liturgia)

. Dienst am Nächsten (Diakonia)

. Gemeinschaft (Koinonia)

 

Nun haben wir in den letzten Wochen und Monaten auf die Gemeinschaft verzichten müssen, denn eine Infektion der Glaubenden und besonders der Risikogruppen mit Corona-Viren kann lebensbedrohlich werden. Schmerzlich waren diese Einschränkungen, die uns die Bundesregierung auferlegt hat. Aber auch unser Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg hat im Auftrag von Bischof Dr. Stephan Ackermann meines Erachtens die richtige Entscheidung getroffen und alle kirchlichen und liturgischen Feiern bis Ende April abgesagt. 

 

Was haben wir, das Pastoralteam, und unsere Sekretärinnen während dieser Zeit getan? Welche Initiativen gab es und welche laufen zum Teil bis heute weiter? Während manche Pfarreimitglieder unsere Aktivitäten nicht wahrgenommen haben, bekommen wir von anderen E-Mails und Briefe, in denen sie sich für unseren Einsatz bedanken: „Vielen Dank für eure Begleitung in dieser Ausnahmesituation. Ich fühle mich trotz allem in unsere Gemeinschaft eingebunden.” 

 

Die Verkündigung erfolgte über neue Wege. Pastor Kai Georg Quirin und ich hatten die Idee, für jeden Tag der Fastenzeit auf unserer Homepage einen spirituellen Impuls zu veröffentlichen. Auf diese Weise erreichten die Pastoralteams aus Schillingen und Hermeskeil Tag für Tag viele Menschen. Ein Dankeschön allen, die mitgemacht haben. Meine Anerkennung gilt auch den beiden Schwestern des Franziskanerinnenklosters sowie Ricarda Ahmetovic, die die Impulse täglich online schaltete. Weiterhin gab es für die Sonn- und Feiertage auf unserer Homepage eine liturgische Anleitung für das Gebet zu Hause. Ihre Messintentionen, die Sie während der vergangenen Wochen bestellt hatten, wurden in den Eucharistiefeiern gelesen.

 

Um den Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag würdig zu begehen, haben wir in neun liturgischen Feiern in den jeweiligen Kirchen die Palmzweige gesegnet. Ein Vergelts Gott den Wort-Gottes-Leiterinnen und Leitern. An Palmsonntag hatte jeder die Gelegenheit, sich einen spirituellen Impuls sowie die gesegneten Palmzweige mit nach Hause zu nehmen. In vielen Orten haben Nachbarn, Mitglieder der Gemeindeteams oder des Pfarrgemeinderates die Palmzweige mit dem Impuls an Risikogruppen verteilt. Das hat mir im Sinne von “gemeinsam-achtsam” besonders gut gefallen.

 

Dank moderner Medien musste unser Pfarrverwalter Kai Georg Quirin das Österliche Triduum (Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht) nicht allein in Reinsfeld zelebrieren, sondern über Live-Stream war es möglich, die Liturgie mitzufeiern. Unsere beiden Kooperatoren Dr. Ohajuobodo I. Oko und Chinnapparaj Selvarayar haben stellvertretend für uns alle diese Gottesdienste im kleinen Kreis gefeiert, so wie es den Vorschriften des Generalvikars entsprach. Die Osternachtfeiern fanden in Beuren und Hermeskeil statt. Unsere Küsterinnen und treue Helferinnen und Helfer vor Ort haben das Osterlicht in unsere Kirchen und Kapellen gebracht, um es allen Gläubigen zu ermöglichen, am Ostersonntag das Hoffnungslicht mit nach Hause zu nehmen. Unsere Kirchen waren festlich geschmückt, in zwei Kirchen erklang meditative österliche Orgelmusik. Ein Dankeschön an Dekanatsreferent Benjamin Pauken, der uns in seinem Osterimpuls aufgezeigt hat, wie man Gottes Wort mit allen fünf Sinnen erfahren kann.

 

Unsere Kirchenglocken läuten seit Beginn der Corona-Krise jeden Abend um 19.30 Uhr und laden zum Gebet und Innehalten ein. Sogar an den Kartagen haben sie zum Gebet eingeladen. Sie verkündigen nicht nur Freude, sondern auch das Leid und lassen viele Gläubige am Leben der Pfarrgemeinde teilhaben. Unsere Messdiener/Innen, unsere Kommunionkinder und Jugendlichen haben uns mit der Aktion “Wir klappern zu Hause” auf die unterschiedlichen Gebetszeiten aufmerksam gemacht. Dafür ein Wort des Lobes, auch wenn es in diesem Jahr keine Süßigkeiten und Geldspenden gab, das ehrt euren selbstlosen Einsatz umso mehr.

 

Als am Ostersonntag um 10.30 Uhr alle Glocken in unserer Pfarrei St. Franziskus läuteten, war dies ein deutliches Zeichen der österlichen Freude und der Verbundenheit mit allen Menschen. Sie riefen zum Gebet besonders für die Erkrankten und die Pflegenden.

 

Auch im Bereich der Diakonie, der Nächstenliebe haben unsere Pfarrsekretärinnen Heike Dixius, Belinda Jochem und Claudia Malburg eine beeindruckende Initiative für gefährdete Personen und ältere Mitmenschen gestartet. Bis heute gilt das nachfolgende Angebot: Rufen Sie uns bitte an oder melden Sie sich! 

 

#wirbleibenzuhause – Unsere Pfarrei hilft

Liebe Pfarrangehörige,

die Corona-Krise zwingt uns dazu, nicht nur unsere sozialen Kontakte auf die in einem Haushalt lebende Familie zu reduzieren, sondern vor allem auf unsere älteren Mitmenschen und Menschen mit Vorerkrankungen Rücksicht zu nehmen. Diese sind dazu angehalten, wenn möglich nicht selbst einkaufen zu gehen. 

Da aber nicht jeder von ihnen immer Angehörige vor Ort hat, die das übernehmen können, möchten wir als Pfarrei St. Franziskus hier Hilfe für unsere Mitmenschen leisten.

Sollten Sie Hilfe im Alltag benötigen, wie z.B. einen Einkauf, den Gang in die Apotheke oder ein Rezept beim Arzt abholen etc. melden Sie sich im Pfarrbüro unserer Pfarrei, Telefon: (06503) 98 17 50. Unsere Pfarrsekretärinnen helfen Ihnen gerne!

Gemeinsam können wir dann besprechen, wie wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und den behördlichen Anweisungen, Hilfe im Alltag leisten können. Auch für ein Gespräch am Telefon nehmen wir uns gerne Zeit – scheuen Sie sich nicht und rufen Sie uns an!

 

Aus Sicherheitsgründen wurde leider auch die “TAFEL” geschlossen, auch hier gab es zeitnah wichtige Aktionen für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Diese Not verschärft sich sogar gerade für einige, die wegen der Hamsterkäufe nicht mehr auf günstige Lebensmittel zurückgreifen können.

 

Herzlichen Dank allen, die unserem Aufruf nachgekommen sind, und Lebensmittel und Geldspenden gebracht haben. Auch in diesem Bereich zeigt sich unsere Pfarrei lebendig und in der Grundfunktion dem Auftrag Jesu nahe. Gott sei Dank – ist zwischenzeitlich die Tafel wieder geöffnet!

 

 

Unsere älteren und kranken Pfarrangehörigen konnten wir leider nicht mehr mit der Krankenkommunion besuchen. So gestaltete Diakon Andreas Webel einen Ostergruß, und alle wurden mit einer selbst gestalteten Kerze und diesem Grußblatt beschenkt. Richtige Kunstwerke sind bei den Kerzen entstanden. Respekt den Messdienern aus Züsch und Neuhütten, die diese wichtige Aufgabe übernommen haben. Ehrenamtliche haben die Zustellung an die Alten und Kranken übernommen. 

 

An die Stoffe, fertig, los!Das Gemeindeteam Gusenburg und viele andere Einzelpersonen haben sich von dem Aufruf ansprechen lassen, Mundschutz zu nähen. Besonders in den Krankenhäusern und Altenheimen wurden „Mund-/Nasenmasken“ benötigt. Laut Astrid Jakobs-Weber wurden über 400 Masken genäht. Wir im Pfarrhaus Hermeskeil bedanken uns ganz herzlich, dass auch an uns gedacht wurde, damit wir so geschützt weiterhin unsere pastorale und diakonische Arbeit tun können.

 

Die Messdienergemeinschaft in Osburg hatte eine geniale Idee, die wir kurzentschlossen mitmachten. „Tu was Gutes, bastle Blumen!” Noch nie haben wir solch eine Zeit erlebt. Das Corona-Virus hält die Welt und uns in Atem. Kindergärten und Schulen sind geschlossen. Immer mehr Regeln verändern unseren Alltag. Auch Dein Dienst als Messdiener und Messdienerin im Gottesdienst ruht. Was aber nicht ruht, ist Dein Dienst als Christ und Christin in dieser Welt. Deshalb: Tu was Gutes, bastle eine Blume! Für Dich ist es vielleicht nur eine Blume, für die Menschen, die momentan in Altenheimen und Pflegeheimen leben und arbeiten, ist es vielleicht mehr: Ein Vorbote des Frühlings, ein Zeichen von Menschlichkeit und Wärme, ein Zeichen von Hoffnung, der Grund den Mut nicht zu verlieren! Nach Rücksprache mit Corina Arm, die für die Seelsorge im Hochwald Altenzentrum St. Klara zuständig ist, konnte ich einige schön gestaltete Papierblumen dorthin bringen. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich sehr darüber gefreut.

 

Eine Facebook-Gruppe “Digitale Kitas im Hochwald” wurde ins Leben gerufen. Erzieherinnen aus Beuren und Hermeskeil, das MGH mit Sozialpädagogin Kerstin Bettendorf und weitere Kooperationspartner unterstützten die Eltern in der Krise. Andere Eltern, Einzelpersonen und viele Institutionen rund um Hermeskeil vernetzten sich ebenfalls über Facebook. Karen Alt, unsere Koordinatorin vom Familiennetzwerk HAFEN, sagte, dass dies die einfachste Lösung war, um die vielen Ideen zu bündeln. Bereits wenige Tage nach dem Start waren schon über 400 Mitglieder miteinander vernetzt. Kreative Bastel- und Spielideen, Kuchenrezepte, Anleitungen die Kar- und Ostertage in der Familie kindgerecht zu gestalten, neue Lieder wurden ausgetauscht. Beliebt waren auch die Videobotschaften vom Kita-Personal. Sie haben bestimmt den Bericht dazu im TV gelesen.

 

Nicht zu vergessen, unsere Kommunionkinder mit ihren Eltern, die mit Sicherheit traurig waren, dass die Erstkommunionfeiern durch den Generalvikar frühzeitig abgesagt wurden. Gemeinsam werden wir neue Termine finden und dann mit großer Freude Erstkommunion feiern mit dem Motto: “Mit einem Freund an der Seite ist kein Weg zu lang!” Zu diesem Thema können Sie den Artikel einer Mutter eines Kommunionkindes lesen. 

 

Ich möchte allen herzlich danken. Unterschiedliche Gefühle gestalten derzeit unser Leben. Für viele ist die Zukunft unsicher. Mir ist in den letzten Wochen klar geworden, es ist schön, in einer christlichen Gemeinschaft verwurzelt zu sein, wo einer für den anderen da ist. So hat diese Krise nicht nur Schattenseiten, wir können ihr durchaus auch Positives abgewinnen. Bleiben Sie gesund, in herzlicher Verbundenheit

 

Ihr Gemeindereferent Rüdiger Glaub-Engelskirchen

 

Zurück