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Kirche im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

25.05.2020 von Rosemarie Laube

Kirche im Nationalpark Hunsrück-Hochwald 

Ein Wanderweg der anderen Art „Wege zur Schöpfung“

Sie möchten eine kleine Wanderung machen und dabei die Schöpfung entdecken? Wie wäre es mit „Wege zur Schöpfung“? Gehen Sie zur Nationalparkkirche (Kirchstraße 13, 54422 Neuhütten-Muhl). Dann geht es rechts an der Kirche entlang über den Friedhof. Dort überqueren Sie die Landstraße und sehen den kleinen Trampelpfad, den Eingang eines besonderen Wanderweges. Eine Holzstele mit einem drehbaren dreiseitigen Prisma markiert den Startpunkt und lädt zum Nachdenken ein. Ein Pfeil zeigt die Gehrichtung an.

 

„Den 3,5 km langen Rundweg säumen insgesamt zehn solcher Stelen. Sie wollen spirituelle Impulse geben und Menschen Wege zu ihrer eigenen Spiritualität mit allen Sinnen erfahrbar machen. Thema der „Wege zur Schöpfung“ ist der Mensch inmitten der Natur, der guten Schöpfung Gottes, in der er lebt.“

Sie können „Wege zur Schöpfung“ allein gehen und die zehn Stationen zur persönlichen Meditation nutzen oder mit seelsorglicher Begleitung, oder auch als Wandergruppe. Ehrenamtliche spirituelle Wegbegleiter oder hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger aus der katholischen und evangelischen Kirche können jeweils als Begleitung angefragt werden. Bitte hierfür rechtzeitig Pastoralreferent Claus Wettmann, Telefon: (06781) 567990, Mail: claus.wettmann@nationalparkkirche.de kontaktieren. Wege zur Schöpfung – wir laden herzlich zum Mitgehen und Meditieren in Muße ein.

 

Dieser Einladung bin ich schon zweimal gefolgt, im Oktober 2019 mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Familienfreizeit und im März 2020 mit meiner Frau Ute.

 

Um den Wert und die Würde der Schöpfung bewusst wahrzunehmen, wurde dieser Wanderweg angelegt und im Mai 2019 feierlich eröffnet. Für die gelungene Gestaltung spreche ich an dieser Stelle den Verantwortlichen meinen Dank und meine Anerkennung aus.

 

Unseren Pfarrbriefleserinnen und -lesern, die nicht mehr gut zu Fuß sind, möchte ich diesen meditativen Weg in Wort und Bild näherbringen.

 

Auf jeder Holzstele befindet sich ein dreiseitiges drehbares Prisma mit unterschiedlichen Impulsen: ein Text, um den Hintergrund besser zu verstehen, eine Textpassage aus der Heiligen Schrift und Impulsfragen, die zum Nachdenken anregen.

 

Hintergrund

„Die großen antiken Reiche (Ägypten, Babylon, Assyrien, Griechenland, Rom) hatten eine ausgeprägte Stadtkultur. Die Stadt stand für das wahre Leben, die Bewohner des Landes galten als rückständig. – Ganz anders in der Bibel: Israel ist sich bewusst, dass es, kulturell betrachtet, vom Land stammt. Damit dies nicht vergessen wurde, mussten auch die Bewohner der Städte einmal im Jahr ihre Mauern verlassen und eine Woche lang draußen in Hütten leben. In heutiger Zeit spielen oft Städte und ihre Bedürfnisse eine große Rolle. Aber wir brauchen genauso die Natur und die Ruhe, die sie ausstrahlt. Wenn wir in den Wald eintauchen, kann unsere Seele Ruhe finden, und wir können wieder mit uns selbst und unserem Schöpfer in Berührung kommen.“

An der ersten Station steht geschrieben: „Die Schöpfung ist groß und wunderbar. In ihr erleben wir, dass Werden und Vergehen, Tod und Leben zusammengehören. In ihr können wir einen neuen Blick auf das Leben gewinnen. Als Schöpfung verweist sie auf den Schöpfer, bei dem wir nach christlichem Glauben im Leben und über den Tod hinaus geborgen sind.“

 

Im Psalm 103 heißt es: „Des Menschen Tage sind wie Gras, er blüht wie die Blume des Feldes. Fährt der Wind darüber, ist sie dahin; der Ort wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr. Doch die Huld des Herrn währt immer und ewig für alle, die ihn fürchten.“

 

Bei der nächsten Station geht es um Steine im Weg. „In unserem Leben gibt es nicht nur ebene Wege, sondern auch Passagen, die schwer zu bewältigen sind. Was können sie mir sagen? Was hilft mir im Umgang mit ihnen?“

Sie können sich lebhaft vorstellen, dass ich bereits bei dem ersten Impuls, aber spätestens nach diesen mich treffenden Fragen die Corona-Krise präsent hatte.

Ich halte inne und denke an die vielen Menschen, die weltweit vom Corona-Virus betroffen sind. Viele sind selbst daran erkrankt, manche sind - Gott sei Dank - auch schon wieder gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ich denke an Pfleger, Ärzte, Krankenschwestern und alle Hilfskräfte im Bereich der Pflege. Der allabendliche Applaus der Mitmenschen auf Balkonen und an Fenstern ist ein emotional starkes Zeichen der Dankbarkeit und Solidarität für ihren unermüdlichen Einsatz. Gleichzeitig ist es eine gute Möglichkeit, für die aktuelle Situation der Pflege, der Pflegenden und der Erkrankten im Land zu sensibilisieren.

 

Meine Gedanken gehen zu denen, die in der Politik, in unseren Kirchen, in unserer Gesellschaft und in Vereinen Verantwortung tragen. Alle sind wir betroffen. Das Zitat aus dem obigen Satz „In der Schöpfung können wir einen neuen Blick auf das Leben gewinnen“ berührt mich sehr. Mit einer Gänsehaut versehen mache ich mich auf zu den weiteren Stationen.

 

Was hilft mir in der jetzigen Krisensituation im Umgang und der Bewältigung von Problemen? Mir hat es immer geholfen, mich mit den Angehörigen meiner Familie oder mit Freunden auszutauschen. Es ist natürlich angenehmer, wenn man sich mit Freunden treffen kann, um über persönliche Situationen oder gar Schwierigkeiten zu sprechen. Aber wenn uns, wie im Moment Kontaktsperren auferlegt wurden, dann eröffnen sich uns neue Wege. Wir leben in einer technisierten Welt, WhatsApp, Skype und Chats sind für Jung und Alt zum Lebensstandard geworden. Da hat ein handgeschriebener Brief oder eine Karte ja in der Zwischenzeit eher Seltenheitswert. Kommunikation ist möglich, ich bin dankbar für die vielfältigen Möglichkeiten.

 

Als getaufter Christ und beauftragter Seelsorger in diesem Bistum hat mir auch mein Glaube immer Kraft gegeben. Der liebe Gott hat es ja wunderbar eingerichtet, dass ich zum Beten nicht unbedingt eine Kirche aufsuchen muss, das geht auch zu Hause oder eben auf dem Schöpfungspfad.  Mit einem Gebet, das unser Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Fastenzeit geschrieben hat, verabschiede ich mich für heute. Falls es Ihnen gefallen hat, lassen Sie es mich bitte wissen, Fortsetzung würde dann folgen! (RGE) 

 

Gebet:

“Jesus, unser Gott und Heiland, in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

·für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;

·für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;

·für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;

·für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;

·für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;

·für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;

·für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;

·für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen. Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen. Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben. Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind. Wir stehen in der Fastenzeit. In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt, die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen. Gott, unser Herr, wir bitten Dich: Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen und unser christliches Zeugnis zu erneuern, indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel. Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.”

 

 

 

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